Die wichtigsten Google Updates der letzten Jahre

Während der Algorithmus der Suchmaschine in den Anfängen eher rudimentär war, hat sich das im Laufe der Jahre sehr deutlich geändert. Früher war es oftmals ausreichend, ein Keyword einfach 30-mal im Text zu platzieren und schon erschien der Text ganz oben im Ranking.

Die Entwicklung in diesem Bereich ist aber rasant, Ähnliches gilt auch für die Entwicklung der Kryptowährung. Während der Bitcoin zu Beginn eine Währung ohne Wert war, spielt er heute in der Finanzwelt eine sehr wichtige Rolle. Inzwischen ist es auch möglich, ein Bitcoin Zertifikat zu kaufen und somit von Kursschwankungen zu profitieren. Wer hätte das seinerzeit gedacht?

Doch zurück zu Google: Heute sind die Google-Updates berühmt und gefürchtet. Der Algorithmus ist sehr viel feiner und smarter geworden. Heute kann er erkennen, wie relevant und gut gestaltet eine Webseite ist, entsprechend erkennt der Algorithmus auch, ob es sich lediglich um SEO-Spam handelt.

Entscheidend ist aber, dass genau dieser Algorithmus letztlich darüber bestimmt, welches Ergebnis in der Suchanfrage im Ranking oben angezeigt wird. Das hat aber auch zur Folge, dass aufgrund dieser Google-Updates eine komplette Webseite ganz neu angepasst werden muss, da sonst ein Absinken im Ranking droht.

Google und die wichtigsten Google Updates

Fakt ist, dass Google permanent am Suchmaschinen-Algorithmus etwas ändert, und oft ist das überhaupt nicht erkenntlich. Was die großen Google-Updates betrifft, so waren diese im Internet aber immer deutlich merkbar. Ein Rückblick zeigt die wichtigsten Algorithmus-Änderungen der letzten zehn Jahre.

2011: Panda

2011 brachte Google mit dem Google-Update Panda wahrscheinlich eines der wichtigsten Updates ins Rennen. Mit Panda endete endlich der Keyword-Wahnsinn.

Der Fokus hat sich nun deutlich verändert, denn ab jetzt ging es darum, hochwertige und einzigartige Inhalte zu belohnen. Ab diesem Zeitpunkt wurden genau die Webseiten abgestraft, die Texte präsentierten, die vollgestopft waren mit Keywords und damit nicht selten einen vollkommen sinnfreien Content produziert hatten.

Gleichzeitig wurde mit Panda aber auch eine interne Bewertung von Webseiten eingeführt. Es ist davon auszugehen, dass die Seiten, die bei den Nutzern besonders beliebt waren, mit hohen Punktzahlen belohnt wurden. Der Score ist dann letztlich der Entscheidungsträger in Sachen Ranking, also wie hoch die Platzierung der entsprechenden Seite ausfällt.

2012: Penguin

Mit der Einführung von Penguin kam das Aus der Spam-Links. Bis zu diesem Zeitpunkt galten alle Links zu einer Webseite als Push, weil davon ausgegangen wurde, dass der Inhalt, den viele Nutzer zu einer Webseite verlinkten, auch automatisch gut sein musste. Aus diesem Grund wurden diese Links vom Algorithmus als positiv bewertet.

Daraus resultierte allerdings, dass häufig versucht wurde, die eigene Webseite durch das Platzieren von Links zu befeuern. Mit Penguin änderte sich das sofort, denn ab jetzt wurden die Links nicht nur auf ihre Quantität, sondern auch auf ihre Qualität untersucht. Inzwischen ist der Algorithmus sogar in der Lage zu erkennen, ob Links relevant oder vertrauenswürdig sind.

2012: Page Layout

Mit dem Update Page Layout wurden Webseiten abgestraft, die zu viel Werbung anzeigten. Viele Nutzer finden die dauerhafte Werbung als sehr störend und nervig. Darauf reagierte Google mit dem Page Layout, um nun bessere Nutzererfahrung zu garantieren.

2013: Hummingbird

Dieses Google-Update sorgte für entscheidende Veränderungen. Mit der Einführung von Hummingbird war das Ende vom mechanischen Punktezählen für verschiedene Wörter oder Merkmale gekommen, denn nun ging alles hin zum besseren Verständnis unserer Sprache.

Mit Hummingbird konnte Google nun Zusammenhänge besser verstehen und erkennen. Beispielsweise werden in einem Text rund um den Skiurlaub auch entsprechend Worte wie Schnee, Berg oder Winter zu finden sein. Entsprechend wurden dann Seiten, die vollgestopft waren mit dem Keyword „Skiurlaub“ und ansonsten sinnfrei waren, sofort abgestraft. So war es Google dann auch möglich, den Nutzer wertvolle Ergebnisse hinsichtlich ihrer Suche zu liefern.

2014: Pigeon

Mit dem Pigeon-Update wurde erstmals die Bedeutung des Standortes bei der Suchanfrage berücksichtigt. Jemand, der beispielsweise den Begriff „Tankstelle“ googelt, sucht natürlich eine Tankstelle in der näheren Umgebung und möchte entsprechend mit der optimalen Webseite hinsichtlich der Tankstellen versorgt werden. Seither ist die lokale Suche fest in der Google-Suche verankert.

2015: Mobilegeddon

Mit diesem Google-Update sorgte Google auch für viel Chaos, denn nun wurden einzelne Webseiten auf Grund der steigenden Nutzerzahlen von mobilen Geräten auf die Mobilfreundlichkeit von Websites untersucht und entsprechend belohnt. Die Folge war dann, dass einzelne Webseiten, die auf mobilen Geräten gut funktionierten, im Ranking nach oben geschoben wurden.

Seiten, die nicht korrekt auf mobilen Endgeräten funktionierten, wurden zum Teil komplett aus den Suchergebnissen gestrichen. Inzwischen hat sich das aber geändert, denn Google bewertet über den Mobile First Index die mobile Freundlichkeit der ganzen Website.

2015: Rankbrain

Mit Rankbrain brachte Google die künstliche Intelligenz (KI) ins Spiel. Der Fokus lag abermals auf der Relevanz der angezeigten Inhalte bezüglich der Suchanfrage. Die KI wurde für ein besseres Verständnis der Inhalte eingesetzt, um das bestmögliche Ergebnisse auf die Suchanfrage liefern zu können. Darüber sollte der Algorithmus von bislang unbekannten Suchanfragen besser lernen können. Bei Google gilt  Rankbrain als das drittwichtigste Ranking-Kriterium.

2017: Fred

Bei Fred handelt es sich um ein nicht-bestätigtes Update, das aber wohl auf Webseiten abzielen sollte, die keinen echten Mehrwert boten, weil sie zum Beispiel mit zu viel Werbung ausgestattet waren.

2019: Bert

Ohne jeden Zweifel gehört Bert zu den Google-Updates, die zu den gewichtigsten aller Zeiten zählen. Jede zehnte Suchanfrage wird nämlich von Bert beeinflusst. Hier lag der Fokus von Google darauf, komplexere Longtail-Suchanfragen zu verstehen. Das Natural Language Processing (NLP) hatte hier nicht die Abstrafung schlechter Webseiten zum Ziel, sondern hier lag das Hauptaugenmerk darauf, den Algorithmus mit der menschlichen Sprache in Übereinstimmung zu bringen. Der Algorithmus hatte die Aufgabe, verstärkt Wörter im Kontext eines Satzes zu analysieren.

2020: Google Core Mai

Das Google-Core-Update erschien in der Pandemie und es wirkte sich sehr stark auf die angezeigten Suchergebnisse aus. Das galt insbesondere für die Webseiten bestimmter Branchen, zu denen die Finanzen ebenso wie die Gesundheit gehörten.

2020: Google Core Dezember

Es ist erst wenige Monate her, dass Google ein weiteres Core-Update hinzufügte, das sich wieder mal um die Autorität von Websites drehte. Im Anschluss schnitten Wirtschaft, Industrie, Beauty, Fitness, Internet und Telekommunikation besser ab. Gleichzeitig fielen aber Einkaufen, Lexika und Nachrichten ab. Webseiten mit wenig Inhalten und einer schwachen Marke wurden hierbei abgestraft.

2021: Core Web Vitals

Wichtiger werden bei diesem Update die Faktoren SSL-Zertifikate, Ladegeschwindigkeit und Mobilfreundlichkeit. Gleichzeitig werden Core Web Vitals außerdem konkret gemessen werden.

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